Quarz ist ein Mineral, welches in den verschiedensten Farben und Formen vorkommt. Die reinste Form des Quarzes ist der wasserklare Bergkristall. Je klarer und reiner, desto höher ist sein Wert. Es gibt allerdings auch Quarz-Varianten, die noch wesentlich seltener sind, als der Bergkristall. Eine dieser Varianten ist der Phantomquarz. Dieser Quarz zeigt in seinem Innern verschiedene Kristallebenen. Oft erscheint es so, als wenn sich Kristalle im Kristall befinden, oder als ob man mehrere Kristalle übereinander gesetzt hätte.
Um zu verstehen, was ein Phantomquarz ist, muss man seine Entstehungsgeschichte kennen. Die meisten Phantomquarze entstanden in Klüften. Diese werden auch als hydrothermale Gänge bezeichnet. Dass sind Klüfte, welche von heißen Minerallösungen aus dem Erdinnern durchströmt und aufgefüllt wurden. Diese Lösungen enthielten die Kieselsäure, welche die Nahrung für das Kristallwachstum bot. Am Anfang bildeten sich Kristallkeime an den Wandungen der Klüfte. Diese wuchsen zu größeren Kristallen heran. So bildeten sich Bergkristalle, Citrine, Rauchquarze und gelegentlich auch Amethyste. Für die Bildung von Phantomquarz war ein weiterer Schritt im Wachstumsprozess der Kristalle von Bedeutung. Ließ die Zufuhr von Minerallösung nach, hörte das Wachstum der Kristalle auf. Dies konnte z.B. dann der Fall sein, wenn durch tektonische Bewegungen im Gestein die Kluft verschlossen wurde. In manchen Fällen konnten sich in diesem Zeitraum andere Mineralien auf den Quarzkristallen ablagern. Diese Quarze waren aber immer noch keine Phantomquarze. Erst ein weiterer Schritt im Entstehungsprozess ließ diese Kristalle zu Phantomquarz werden. Bei diesem Schritt kam es zur erneuten Zufuhr von frischer Minerallösung. Die Kristalle wuchsen weiter. Über die ehemalige Oberfläche der Kristalle legte sich eine neue Quarzschicht. Somit ist ein Phantomquarz entstanden. Die ehemalige Oberfläche mit eventuellen Mineralablagerungen wird jetzt im Kristall als Phantom sichtbar. Dieser Phantomquarz hätte jetzt eine, im Innern sichtbare Kristallebene. Dieser Prozess konnte sich unter Umständen mehrfach wiederholen. Dabei entstand Phantomquarz mit mehreren Kristallebenen. Auch zwischenzeitliche Abkühlung konnte zur Bildung von Ebenen führen.
Phantomquarz kommt nicht nur bei Bergkristall vor. Wie zuvor erwähnt, konnten sich auch Citrine, Rauchquarze und Amethyste in den Klüften bilden, welche auch unter den beschriebenen Umständen zu Phantomquarz werden konnten. Einerseits können die Ebenen durch Mineralablagerungen sichtbar werden. Andererseits können sie durch unterschiedliche Farbzonierungen (bei den farbigen Quarzen) sichtbar werden.
Der Phantomquarz gehört zu den faszinierendsten Erscheinungen im Reich der Mineralien. Sie kommen selten vor und freuen sich großer Beliebtheit unter Sammlern. In unserem Shop haben wir Phantomquarz in den verschiedensten Varianten und in hoher Qualität zusammengetragen.
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